Die folgende SCHULORDNUNG ist ein Auszug aus dem Statut des OÖ Landesmusikschulwerkes und dient zur allgemeinen Orientierung über Regelungen, die für alle Landesmusikschulen Gültigkeit haben.



§ 1 Aufnahme der Schüler
  1. Voraussetzung für die Aufnahme eines Schülers ist, dass die räumlichen und personellen Verhältnisse an der Landesmusikschule die Aufnahme zulassen.
  2. Die Aufnahme von Schülern in eine Landesmusikschule erfolgt durch Einschreibung. Die Einschreibung bzw. Aufnahme gilt jeweils für ein Schuljahr. Schüler, die nicht aufgenommen werden konnten, haben um neuerliche Aufnahme für das nächste Schuljahr anzusuchen.
  3. Das Aufnahmealter für die einzelnen Fächer unterschiedlich, es ist im Lehrplan für die o.ö. Landesmusikschulen geregelt.
  4. Bei minderjährigen Schülern ist das Ansuchen um Aufnahme vom Erziehungsberechtigten zu unterfertigen.
  5. Die Aufnahme in die instrumentalen Vorbereitungsklassen erfolgt probeweise auf die Dauer eines Jahres.
  6. Die Aufnahme in eine Instrumentalklasse erfolgt entweder nach Absolvierung der instrumentalen Vorbereitungsklassen oder probeweise auf die Dauer eines Jahres.


§ 2 Schulgeld


Als Entgelt für die Ausbildung wird ein angemessener Beitrag zu den Kosten der Landesmusikschule eingehoben. Die näheren Bestimmungen sind in der Schulgeldordnung des 0.ö. Landesmusikschulwerkes geregelt.


§ 3 Wahl der Lehrpersonen

  1. Bei der Einschreibung in die Landesmusikschule kann der der Wunsch nach Zuteilung zu einer bestimmten Klasse (Lehrperson) auf dem Anmeldeformular vermerkt werden. Ein solcher Wunsch wird nach Möglichkeit berücksichtigt.
  2. Ein Übertritt in eine andere Klasse bedarf der Zustimmung des Musikschuldirektors. Diese Zustimmung wird erteilt. wenn es insbesondere die personellen Möglichkeiten zulassen.


§ 4 Versäumte Unterrichtsstunden

  1. Der Schüler ist verpflichtet von einer voraussehbaren Versäumung von Unterrichtsstunden die Schule oder den Lehrer rechtzeitig zu verständigen. Bei minderjährigen Schülern hat dies der Erziehungsberechtigte zu veranlassen.
  2. Unterrichtsstunden, deren Versäumung nicht so rechtzeitig bekannt gegeben wurde, dass eine andere Einteilung möglich ist, werden nicht nachgeholt.
  3. Bei Versäumung von Unterrichtsstunden wegen Erkrankung des Schülers bzw. Lehrers ... , die mehr als einen Monat dauern, wird der entsprechende Schulgeldanteil auf Ansuchen und bei Vorlage von entsprechenden Nachweisen gutgeschrieben oder zurückerstattet.
  4. Bei Ausfall einer oder mehrerer Unterrichtseinheiten wird weder die Aufsicht noch eine eventuelle Haftung betreffend den Musikschüler übernommen. Diese Regelung gilt auch für die Zeit vor und nach dem Musikunterricht.


§ 5 Austritt

  1. Ein Austritt während des Schuljahres ist nur am Ende eines Semesters zulässig. Hiezu ist eine schriftliche Erklärung nötig, die rechtzeitig vor Semesterschluß beim Musikschuldirektor einzubringen ist Bei minderjährigen Schülern ist die Austrittserklärung vom Erziehungsberechtigten zu unterfertigen.
  2. Einem Ansuchen um Austritt während eines Semesters wird bei nachgewiesenem Wohnortwechsel oder bei einer ärztlich bestätigten Erkrankung, die mehr als einen Monat dauert, stattgegeben. Einem Ansuchen um Austritt aus sonstigen wichtigen Gründen kann der Direktor des O.ö. Landesmusikschulwerkes entsprechen. Der entsprechende Anteil des Schulgeldes wird auf Ansuchen zurückerstattet.


§ 6 Unterrichtsfächer

  1. Die Hauptfächer werden im Einzel‑ oder Gruppenunterricht geführt.
  2. Zu den Hauptfächern sind Ergänzungsfächer (z.B. Musiktheorie) im Gruppenunterricht zu besuchen.


§
7 Unterrichtszeit

  1. Die Unterrichtszeit im Hauptfach kann von 30 - 120 Minuten pro Woche betragen. Die Entscheidung darüber trifft der Hauptfachlehrer nach pädagogischen und organisatorischen Kriterien.
  2. Die Unterrichtszeit beträgt im Ergänzungsfach pro Woche in der Regel eine Unterrichtseinheit mit 50 Minuten.
  3. Die Unterrichtseinteilung wird nach Möglichkeit im Einvernehmen mit dem Schüler, bei Minderjährigen mit dem Erziehungsberechtigten festgelegt.


§ 8 Studienplan


Der Studienplan regelt die Dauer und den Inhalt der einzelnen Lernabschnitte des Schülers. Er gliedert sich in folgende Leistungsstufen:

1. Unterstufe
2. Mittelstufe
3. Oberstufe

Für den Übertritt von der Unterstufe in die Mittelstufe bzw. von der MIttelstufe in die Oberstufe ist nach jeweils drei bis vier Lernjahren eine kommissionelle Prüfung im Hauptfach und dem Fach Musiktheorie abzulegen (s.u. § 11 Übertrittsprüfung).


§ 9 Jahresausweis und Zeugnis

  1. Zum Ende des Sommersemesters wird dem Schüler ein Jahresausweis mit der Benotung des Schuljahres ausgestellt.
  2. Auf Verlangen wird dem Schüler zum Ende des Schuljahres oder beim Austritt aus der Musikschule ein Zeugnis mit Benotung ausgestellt.
  3. Nach Absolvierung der Oberstufe wird dem Schüler auf Verlangen ein Abschlusaszeugnis mit Benotung ausgestellt.

§10 Kontrollprüfung

 
  1. Schüler mit nicht genügendem Unterrichtserfolg haben sich auf Antrag ihres Lehrers einer Kontrollprüfung zu unterziehen.
  2. Die Kontrollprüfung wird vom Musikschuldirektor und zwei Lehrpersonen, von denen eine das betreffende Fach unterrichten soll, abgenommen. Der Lehrer des Prüfungskandidaten ist bei der Prüfung anwesend.
 


§11 Übertrittsprüfungen

 
  1. Das Verbleiben eines Schülers an einer Landesmusikschule hängt vom Lernfortschritt ab und setzt hiefür mindestens die Benotung "genügend' voraus.
  2. Jeder Schüler hat sich nach einer drei‑ bis vierjährigen Lernzeit im Hauptfach einer Übertrittsprüfung in die nächsthöhere Leistungsstufe zu unterziehen. Bei einer Überschreitung der angeführten Lernzeit hat der Schüler das Einvernehmen mit dem Musikschuldirektor unter Angabe von Gründen (z. B. wegen längerer Erkrankung) herzustellen.
  3. Der Schüler hat zugleich die der Leistungsstufe entsprechenden musiktheoretischen Kenntnisse nachzuweisen.

 

§ 12 Benotung

 
  1. Bei der Erstellung der Jahresausweise und Zeugnisse und bei Übertrittsprüfungen wird folgende Notenskala zur Beurteilung der Leistungen des Schülers angewandt: sehr gut - gut - befriedigend - genügend - nicht genügend.
  2. Bei noch nicht schulpflichtigen Kindern wird anstelle dieser Benotung eine ausführliche verbale Beurteilung vorgenommen.

 

§ 13 Öffentliches Auftreten des Schülers

 

Ein Schüler, der beabsichtigt, öffentlich aufzutreten, hat vorher den zuständigen Hauptfachlehrer zu informieren.

 

§ 14 Ferien

 

Die Ferien und schulfreien Tage richten sich nach den für die allgemeinbildenden Pflichtschulen in Oberösterreich geltenden Bestimmungen.


 

 
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